6. Mai - Vogelstimmenwanderung in Dorheim

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich vor kurzem 16 Vogelfreunde ein, um an der Vogelstimmenwanderung des NABU Friedberg teilzunehmen. Auch wenn im Laufe des Morgens eine Reihe toller Beobachtungen möglich waren, zeigte sich, dass im Vergleich zu früheren Jahren die Artenvielfalt verloren geht. So fanden sich innerorts z.B. kaum noch Mehlschwalben. Auf den Feldern, früher die Heimat u.a. von Feldlerche und Rebhuhn, sind diese heute nahezu völlig verschwunden. Natürlich spielt der weit verbreitete Einsatz von Pestiziden in Gärten und Landwirtschaft hierbei wichtige Rollen. Vögel benötigen Nahrung und diese ist für sie in einer ausgeräumten Kulturlandschaft und Ziergärten ohne Blüten und Früchten sowie vollgestopft mit nicht heimischen, immergrünen Sträuchern nicht zu finden. Und wenn in der Folge die Zahl der Insekten dramatisch einbricht, so wirkt sich das – mit zeitlicher Verzögerung – auch auf die Vogelwelt aus. Höchste Zeit, dass wir Menschen uns der Verantwortung stellen und hoffentlich noch rechtzeitig gegensteuern. Das Anlegen „wilder Ecken“ in Gärten und Landschaft statt „aufgeräumtem Einheitsgrün“ könnte ein erster Ansatz zur Hilfe sein.

 

Besondere Momente bei der Wanderung waren die Rufe etlicher Nachtigallen, mehrerer Kuckucke sowie der Grasmücken. Von den vier hier lebenden Grasmückenarten hörten und sahen die Teilnehmer die Dorn-, die Mönchs- und die Gartengrasmücken. Zur großen Freude der Teilnehmer ließen sich im Verlauf der kleinen Tour entlang der Wetter, zum Sauerbrunnen und über den Dorheimer Wingert auch mehrere männliche Gartenrotschwänze in ihrem schönen Federkleid sehen. Kurz vor dem Ende der Wanderung beobachteten die Vogelfreunde noch eine Goldammer, ein schönes Fotomotiv zum Abschluss. Wie bei etlichen anderen Vogelarten, gilt auch hier – früher häufig anzutreffen, heute ein seltener Anblick. „Insgesamt konnten wir an diesem Morgen 32 Vogelarten bestimmen“, fasste Henning Stahl zusammen. „Für die Wanderstrecke durchaus ein zufriedenstellendes Ergebnis, auch wenn bei etlichen Arten nur wenige Exemplare bestimmt werden konnten.“ Zum Ausklang der Vogel-stimmenwanderung fand sich dann eine kleine Gesellschaft beim gemeinsamen Frühstück ein. Das Erlebte und Gesehene wurde dabei vertieft.

29. April - Frühjahrsspaziergang zum Hechtgraben

Am Sonntag führte dann Gerd Bauschmann, NABU-Mitglied und Schutzgebietsbetreuer, die Wandergruppe zunächst entlang des Kuhweidwegs in Richtung Hechtgraben. Ein erster Halt erfolgte in Höhe eines Storchennestes. Bauschmann hatte ein Spektiv aufgebaut durch das die Teilnehmer tolle Einblicke in das Geschehen am und im Nest hatten. „Neben diesem Storchenpaar brüten zwischen Dorheim und Ossenheim noch zwei weitere Paare, Friedberg ist also wieder zum Storchenland geworden,“ führte Bauschmann aus. Am Hechtgraben angelangt, gab es ausführliche Informationen zu den Wiesenflächen: verschiedene sich überlagernde Schutzgebiete und die unterschiedlichen Vegetationsbereiche von den Pfeifengraswiesen bis hin zu den Schilfbereichen. Länger hielt sich die Gruppe an den Wasserflächen auf. Unüberhörbar waren die besonders lauten Rufe der Wasserfrösche. Die Besucher konnten auch eine Vielzahl von Rehen beobachten. Ein seltenes Erlebnis war auch der vorbeifliegende Schwarzmilan. Durch die Feldflur ging es dann zurück zur Verpflegungsstation mit Kaffee, Kuchen und Apfelsaft vom Dorheimer Wingert.

28. April - Amphibienwanderung am Winterstein

Ziel der von Klaus Heinold, NABU Friedberg geleiteten Amphibien-Wanderung war ein Plateau am Winterstein mit herrlichen Ausblicken. An einer Station des Amphibien-Lehrpfads konnte einer der vielen Tümpel von einem Beobachtungssteg gut eingesehen werden. Neben Berg- und Kammmolchen gibt es hier Grasfrösche und Erdkröten. Gerade an den Tümpeln sollte sich der Besucher etwas Zeit nehmen. Sie sind voller Leben – Insekten, viele Kaulquappen sowie große Mengen Froschlaich schwimmen oder treiben darin. Immer wieder sind auch Spuren vom heimischen Wild zu sehen. „Neben Spuren vom Schwarzwild finden sich am Rand mancher Tümpel auch Spuren vom Rotwild“, erläuterte Heinold. Aber auch die Vogelwelt hatte einiges zu bieten. So waren u.a. die Gesänge eines Baumpiepers sowie einer Goldammer zu hören und ein Schwarzspecht war zu sehen.

21. April - Rote Witwenblume im Tausch gegen Blumentöpfe

Der zweite Tauschmarkt des NABU Friedberg fand bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen statt. Zahlreiche Besucher brachten ein breites Angebot an Pflanzen und Zubehör für die Tauschbörse mit. Und es wurde auch fleißig getauscht. Andere interessierten sich mehr für Kaffee und Kuchen sowie ein schattiges Plätzchen. Und wieder andere nutzten die Gelegenheit, sich zusätzlich den Streuobst-Erlebnispfad am Wingert mit den fast in voller Blüte stehenden hochstämmigen Obstbäumen anzusehen. Das Echo war nahezu einhellig – tolle Idee, herrliche Umgebung und wann gibt es die nächste Tauschbörse.

Die Idee eines Pflanzentauschmarktes brachten die NABU-Mitglieder Annika und Alex Williamson im letzten Jahr ein. Sie hatten bei ihrem Aufenthalt in den USA solche Aktivitäten kennen und schätzen gelernt. Mit den geschätzten mehr als 50 Besuchern kann auch der zweite Tauschmarkt des NABU Friedberg als voller Erfolg gewertet werden. Das Angebot reichte von Blumensamen über kleine Gemüsepflänzchen bis hin zu Zimmerpflanzen und umfasste auch „Zubehör“ wie Blumentöpfe. „Das Angebot traf anscheinend ins Schwarze, denn es blieb kaum etwas übrig“, sagte Ruth Müller vom NABU Friedberg. Einer der Renner waren die – leider nur wenigen – Pflänzchen der Roten Witwenblume, die ihre Blütenpracht von Juli bis Oktober entfaltet. Da sie viel Nektar liefert, fliegen Schmetterlinge, Hummeln und Bienen im wahrsten Sinne des Wortes auf sie.

Gerne angenommen wurden auch Kaffee und Kuchen. An den aufgestellten Tischen und Bänken wurden in wechselnden Runden Erfahrungen ausgetauscht. Dabei ging es nicht nur um Pflanzen. Auch Themen wie Erhalt der Artenvielfalt, der Reiz der Streuobstwiesen sowie der Erlebnispfad mit Informationstafeln und Sitzbänken wurden angesprochen. Besonderes Interesse etlicher Besucher zog auch die neue Trockenmauer auf sich, die einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten soll. Sehr erfreut zeigten sich die Organisatoren, dass nicht nur Besucher aus der unmittelbaren Umgebung die Tauschbörse im NABU Erlebnispunkt Dorheim aufgesucht haben. „Mit Besuchern aus Frankfurt hatten wir nicht gerechnet, aber dank des Veranstaltungshinweises im Hessen Tipp des hessischen Fernsehens wurde unsere Tauschbörse überregional beworben“, zeigte sich Ruth Müller erfreut. „Wir denken angesichts des Erfolges darüber nach, im Spätsommer eine weitere Tauschbörse zu veranstalten.“

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April 2018 - Verschiedene Arbeitseinsätze

Ossenheim

Nach dem Schnitt der Obstbäume auf der Sauweide in Ossenheim haben unsere Beate Alberternst und Stefan Nawrath einen Totholzstapel als Maßnahme gegen das Insektensterben angelegt. Zusätzlich wurde ein Insektenhotel angebracht.

 

(Foto: NABU Stefan Nawrath)

Aufstellen weiterer Sitzbänke am Wingert

Nun sind auch die beiden Bänke am Streuobst-Erlebnispfad aufgebaut. Sie wurden, wie mehrere Informationstafeln und die Trockenmauer, aus dem letztjährigen Gewinn in der Umweltlotterie GENAU bezahlt.Helfer waren Wolfgang Schenk, Christian Zöll, Karl-Heinz Schäfer und Stefan Nawrath sowie zwei fleißige Jungs der Kindergruppe.

Und das Schöne daran - bereits mittags nutzten die ersten Besucher am Rundweg die neuen Bänke!

 

Streuobst-Erlebnispunkt

Am Streuobst-Erlebnispunkt am Dorheimer Wingert wurde ein ca 1 - 1,5 m langer Erdabstich angelegt. Ziel ist es, für einige Wildbienenarten, die offene Erdhänge benötigen, Brutmöglichkeiten zu schaffen. 

22.März - Karl-Wagner-Haus übergibt bestellte Nistkästen an den NABU Friedberg

Es war kurz vor Weihnachten auf dem Weihnachtsmarkt an der Stadtkirche als Mitglieder des NABU Friedberg sich immer auf der Suche nach neuen Ideen Angebote anderer Stände ansahen. Und bei dem des Karl-Wagner-Hauses fielen die schönen Holzarbeiten auf, die dort aufgebaut waren. Grund genug einmal nachzufragen, ob dort nicht auch einfache Holznistkästen für unsere gefiederten Freunde hergestellt werden können. So kamen schließlich NABU Friedberg und Karl-Wagner-Haus zusammen.

Und nun war es so weit – in der Werkstatt unter Anleitung vom Werkstattleiter Zschernitz waren die bestellten 30 Bausätze für Nistkästen fertiggestellt. Ruth Müller vom NABU Friedberg konnte diese kürzlich in Empfang nehmen. „Die Nistkästen kommen für uns genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach der Teilnahme an Weihnachtsmärkten im Stadtgebiet war unser Lager geräumt und wir mussten Nachfragende schon vertrösten,“ sagte Müller. Mit der Auftragserteilung an die Werkstatt des Karl-Wagner-Hauses setzt der NABU Friedberg auch eine Tradition fort. „Unsere Hauptaufgabe ist natürlich der Schutz der Natur. Wir wollen aber auch ganz bewusst soziale Einrichtungen im Rahmen unseres bescheidenen Budgets mit Aufträgen bedenken,“ äußert sie weiter. Das Karl-Wagner-Haus ist neben der Diakonie-Werkstatt Wetterau und dem RDW Regionale Dienstleistungen Wetterau die dritte soziale Einrichtung, die vom NABU Friedberg mit Aufträgen bedacht wurde.

Die Bausätze der Nistkästen beinhalten Dachpappe sowie Schrauben und Aufhängung. Wer noch Nistkästen benötigt kann diese beim NABU Friedberg erwerben – E-Mail info@NABU-Friedberg.de, Tel. 06031-5860. „Die Nistkästen werden am besten mit dem Flugloch in Richtung Südosten und in mindestens 2 m Höhe aufgehängt“, berichtet Ruth Müller. Übrigens – ein Auftrag zum Bau von Fledermauskästen an das Karl-Wagner-Haus ist bereits erteilt, denn auch für diese sind die Bestände des NABU Friedberg aufgebraucht.

Februar - März 2018 - Gespräche mit den Kandidaten für das Wetterauer Landratsamt

Am Bienen-Lehrstand: Ernst Ruppel (li), Harald Bernd (3.v.li), Jan Weckler (2.v.re)
Am Bienen-Lehrstand: Ernst Ruppel (li), Harald Bernd (3.v.li), Jan Weckler (2.v.re)

Im letzten Jahr erhielt der NABU Friedberg Zugriff auf ein rund 1.500m² großes Grundstück am Dorheimer Wingert. Nach dem Willen des Vorstands soll hier zusammen mit dem Imkerverein Friedberg und Umgebung ein Streuobst-Erlebnispunkt mit Lehrbienenstand entstehen. Dazu wird auch eine größere Hütte, in der Schulungsveranstaltungen der Imker sowie Naturbildungsmaßnahmen des NABU Friedberg stattfinden können.
Zur Information und mit der Bitte um Unterstützung haben die beiden Vorsitzenden der Vereine, Ruth Müller und Ernst Ruppel, die Landratskandidaten mit der Bitte um idelle Unterstützung angeschrieben.
Keine Antwort erhielten die Vereine von Herrn Libertus. Gemeldet haben sich dagegen Frau Becker-Bösch sowie die Herren Zebunke und Weckler, die sich auch zu Begehungen des Areals sowie eines Teil des Streuobst-Erlebnispfads und des Lehrbienenstands am Wingert einfanden. Alle drei lobten die Aktivitäten der beiden Vereine, insbesondere die Zusammenarbeit von Vereinen mit unterschiedlichen Aufgabengebieten. Jan Weckler: "Die Einrichtung eines Streuobst-Erlebnispunkts mit Lehrbienenstand unterstütze ich ausdrücklich. Sicher wäre dieses Projekt ein weiterer wichtiger Baustein, um Natur- und Kulturlandschaft im Wetteraukreis erlebbar zu machen."

Beide Vereine werden nun gemeinsam die Planung der Maßnahme beginnen, die dann  hoffentlich auch zu einem guten Ende gebracht werden kann.

 

13. März - Jahreshauptversammlung

C.Zöll, H.Bernd, W,Schenk, K.Heinold, R.Müller, K-H.Schäfer, Dr.S.Nawrath, A.Müller (von li). Es fehlt M.Heuer.
C.Zöll, H.Bernd, W,Schenk, K.Heinold, R.Müller, K-H.Schäfer, Dr.S.Nawrath, A.Müller (von li). Es fehlt M.Heuer.

Hauptthemen auf der Jahreshauptversammlung waren die Änderungen in der Vereinssatzung sowie die turnusmäßige Neuwahl des Vereinsvorstands. Doch bevor diese Tagesordnungspunkte zur Abstimmung standen, bat Ruth Müller, Vorsitzende des Vereins, den verstorbenen Vereinsmitgliedern zu gedenken. Darunter waren 2017 auch die Ehrenmitglieder Heinrich Schutt und Alfred Hofmann. Im folgenden Tätigkeitsbericht, der auf der Internetseite unter www.NABU-Friedberg.de eingesehen werden kann, zeigte Ruth Müller die vielfältigen Aktivitäten der Aktiven auf.

Ohne Diskussionen wurden die Anpassungen in der Satzung genehmigt. Auch die Wahl des neuen Vorstands ging rasch über die Bühne. Die neu gewählten Vorstandsmitglieder sind Harald Bernd, Klaus Heinold, Ruth Müller und Christian Zöll. Als Beisitzer fungieren zukünftig Maximiliane Heuer, Axel Müller, Stefan Nawrath, Karl-Heinz Schäfer und Wolfgang Schenk. Beschäftigen wird den NABU Friedberg in der nächsten Zeit vor allem ein Grundstück am Dorheimer Wingert, das im Eigentum des NABU steht. Hier soll nach den Wünschen in einem gemeinsam mit dem Friedberger Imkerverein betriebenen Projekt ein Streuobst-Informationspunkt mit einem Imker-Ausbildungszentrum entstehen.

10. März - Steinkauzwanderung

Nach der Begrüßung durch Harald Bernd und Axel Müller vom NABU Friedberg startete die kurze Wanderung. Wolfgang Köhler, der sich erneut für die Führung zur Verfügung gestellt hatte, informierte die 14 Teilnehmer umfassend über das Leben der Steinkäuze. In der Antike noch Glücksbote, später dann bei uns als Todesvogel benannt, ist er heute in vielen Regionen stark bedroht. Köhler animierte die Steinkäuze mit der mitgebrachten Lockflöte zum Rufen. War es zunächst nur ein erster zaghafter Ruf aus größerer Distanz, so gab es in der Folge weitere Antworten aus anderen Richtungen. Schließlich konnten mindestens vier, vermutlich sogar fünf Exemplare geortet werden. In Höhe des Tierheims waren schließlich Kampfrufe zu hören – vermutlich kamen sich zwei männliche Exemplare zu nahe. Werden die 2-3 weiteren Steinkauzreviere vom Wingert noch hinzugerechnet, so liegen in dem Dreieck Dorheim, Schwalheim und Rödgen 6 bis 8 Reviere. Ein gutes Ergebnis, wenn man berücksichtigt, dass sie hohe Anforderungen an Quartier und Nahrung stellen. Auch die zunehmende Zahl ihrer Fressfeinde – vor allem die der Waschbären – dezimiert an manchen Stellen ihre Population deutlich. Zum Ende der Wanderung hatten Ruth und Steffi Müller wieder eine Verpflegungsstation aufgebaut. Heiße Getränke - Apfelsaft und Apfelwein - wurden gereicht, dazu gab es Laugengebäck. In lockerer Gesprächsrunde tauschten sich die Teilnehmer über verschiedenste Themen aus. Gestärkt und ausgestattet mit umfangreichem Wissen endete die Exkursion dann gegen 20 Uhr und die Teilnehmer begaben sich auf den Nachhauseweg.

 

17. Februar - Obstbaumschnittkurs

Auch dieses Jahr hat der NABU Friedberg wieder einen Obstbaumschnittkurs angeboten. Jürgen Faust stellte sich als Kursleiter erneut zur Verfügung. Das Echo war groß. 30 Teilehmer kamen bei kaltem Wetter und waren vom Verlauf des Kurses und dem Angebot an Speisen und Getränken, das die NABU-Aktiven Ruth und Steffi Müller auftischten, sehr angetan .

Nach der Begrüßung der Teilnehmer übernahm Jürgen Faust die Einführung in das Thema. Zunächst demonstrierte er an Beispielen den richtigen Schnitt von Bäumen. Zunächst eher zögerlich, dann aber sehr aktiv gingen die Teilnehmer unter Anleitung an die praktische Umsetzung. Zwischendurch wurde den angebotenen Stärkungen zugesprochen und dabei kam der Plausch unter den Teilnehmern so richtig in Gang.  Am Ende des gelungenen Kurses hatten Kursleiter und Teilnehmer mehrere Apfelbäume, eine Pflaume sowie eine Kirsche wieder in Form gebracht. Das Echo der Teilnehmer am Ende des Kurses war sehr positiv.

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Anfang Februar - Gewinn aus der Umwelt-lotterie ist vollständig investiert

Vor knapp einem Jahr gewann der NABU Friedberg für das Projekt Streuobst-Erlebnispfad am Wingert bei Dorheim in der Umweltlotterie GENAU 5.000€. Angeschafft wurden davon mehrere zusätzliche Informationstafeln und zwei Sitzbänke, die im Frühjahr aufgestellt werden.

Daneben wurde ein Auftrag zum Bau einer Trockenmauer erstellt, die z.B. Lebensraum für Zauneidechsen bietet. Diese ist nun fertiggestellt und befindet sich auf dem Grundstück, auf dem auch der Wildobstpfad angelegt wurde. Dieses dem NABU Friedberg gehörende Grundstück liegt am unteren Ende der Römerstraße, ganz in der Nähe des Sauerbrunnens bei Schwalheim.

Mit den genannten Maßnahmen ist der Gewinn aus der Umweltlotterie vollständig investiert. DIe Aufträge für die Anfertigung der Sitzbänke und den Bau der Trockenmauer hat der NABU Friedberg an soziale Einrichtungen wie die Diakonie-Werkstatt Wertterau (Sitzbänke) sowie den RDW Regionale Dienstleistungen Wetterau (Trockenmauer) vergeben.

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Presseberichte

14. Januar - Grenzgang in Ossenheim

Wie im Vorjahr vom Kultur- und Traditionsverein organisiert, gibt es auch dieses Jahr wieder einen Grenzgang in Ossenheim. Der NABU Friedberg lädt hierzu auch seine Mitglieder ein.

 

Der Weg führt dieses Mal vom Rastplatz am Ossenheimer Wäldchen in Richtung Bruchenbrücken und nach Ossenheim zurück. Unterwegs gibt es wieder einiges zu entdecken und zwei kurze Pausen.

 

Treffpunkt: Rastplatz am Ossenheimer Wäldchen, Assenheimer Str., FB-Ossenheim

Start: Sonntag, den 14.1.2018, 10 Uhr

Ende : ca. gegen 13 Uhr im Bürgerhaus Ossenheim

Januar 2018 - Vom Götterboten und einem geplanten Freizeitzentrum

Grenzwanderung in Dorheim

Es hat sich herumgesprochen, der NABU Friedberg bietet auf seinen geführten Wanderungen eine gelungene Mischung an Information, Unterhaltung und auch etwas fürs leibliche Wohl. So kamen am vergangenen Sonntag trotz des Regens der letzten Tage 40 Teilnehmer zur Grenzwanderung in Dorheim zusammen. Dr. Klaus-Dieter Rack, Ortsvorsteher und langjähriges NABU-Mitglied leitete die Wanderung und überraschte selbst häufige Teilnehmer mit einigen neuen Informationen aus der Vergangenheit.

Fast pünktlich startete die Gruppe vom Marktplatz in Richtung Brüder-Grimm-Schule. Hier war tatsächlich einmal ein großes Freizeitzentrum mit Schwimmbad, Tennisplatz und Leichtathletikanlagen geplant. Allerdings lag diese Planung noch vor dem Beginn des 2. Weltkriegs und mit Kriegsbeginn war dann auch nicht mehr die Rede davon. Die heutigen Friedberger Stadtpolitiker können also ganz entspannt bleiben, ihnen wurde nichts vorenthalten!

Am Bahnhof vorbei, an dem es kurz nach Eröffnung der Zugstrecke beinahe zu einem Zusammenstoß von Zug und PKW gegeben hätte. Zum Glück für damalige Landespolitiker, die in dem PKW saßen, kamen alle mit dem Schrecken davon. Bemerkenswert ist das über dem Eingang befindliche in das Mauerwerk eingelassene Relief des geflügelten Rads - Symbol dafür, dass Dorheim „dem Weltverkehr näher gerückt sei.“ Viel Aufmerksamkeit erzielte Rack mit seinen Ausführungen zur geplanten Ansiedlung des Recyclinghofs. Rack: „Gebaut werden soll er zwischen Umgehungsstraße und Sauerbrunnenwäldchen auf der vorhandenen, bereits versiegelten Fläche. Auf der rund 9.000m² großen Fläche können Zu- und Abfahrten sowie die vorübergehende Lagerung angelieferter Stoffe viel besser gehandhabt werden als am bisherigen Standort.“

An der Römerstraße informierte Ruth Müller vom Vorstand des NABU Friedberg über den Streuobst-Erlebnispfad am Dorheimer Wingert. Informationstafeln mit wechselnden Inhalten, Sitzbänke und ein Wildobstpfad sind bereits vorhanden. Durch den Gewinn in der Umweltlotterie GENAU kann auch der Bau einer ca. 12m langen Trockenmauer realisiert werden. Positiv wirkt sich hier die Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Friedberg sowie örtlichen Jagdpächtern aus. „Unterstützung finden wir auch bei örtlichen Landwirten, ob bei der Anlage von Wildäckern oder dem Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen“, so Ruth Müller. „Manche reden nur darüber, dass es wichtig im Sinne der Natur ist, an einem Strang zu ziehen. Wir haben hier schon einiges erreicht und sind stolz darauf.“

Bevor es zum gemütlichen Abschluss ging informierte Ernst Ruppel vom Imkerverein noch über die Arbeit des Imkers und das Leben der Bienen. Auch der Blick in einen Bienenstock war möglich und zeigte das Bienenleben im Winter. Kaffee, Tee, Weihnachtsplätzchen sowie heißer Apfelwein wurden zum Abschluss von Ruth und Steffi Müller angeboten und gerne angenommen. Die aufgestellte Spendendose, deren Inhalt dieses Mal in vollem Umfang den in diesem Winter besonders notleidenden Igeln zu Gute kommen soll, wurde gut gefüllt. Zusammen mit einer bereits vom NABU Friedberg geleisteten Spende von 100 EUR konnte so die Arbeit von Igelvater Luzius mit nahezu 200 EUR unterstützt werden.

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