10. November - NAJU Wetterau stellt Insektenhotels für NABU Friedberg fertig

Mitglieder der NAJU Wetterau präsentieren die fertigen Insektenhotels
Mitglieder der NAJU Wetterau präsentieren die fertigen Insektenhotels

Den Insekten in Deutschland geht es schlecht, dies hat eine Reihe von Gründen. Es fehlen zusammenhängende Blühflächen, die den Insekten Nahrung und Möglichkeiten zur Eiablage bieten. Stattdessen herrschen in den Parks und Gärten Einheitsgrün, in der Landwirtschaft geht der Trend unverändert in Richtung industrieller Landwirtschaft mit großen Monokulturen.

 

 Auch wenn wir diese Rahmenbedingungen nicht ändern können, so kann jeder Einzelne doch etwas tun. Neben dem möglichst weitgehenden Verzicht auf Pestizide können Blumenwiesen und Blühstreifen angelegt werden. Auch Nistmöglichkeiten können zumindest einigen Insektenarten helfen. Und genau da hat Karl-Heinz Schäfer vom NABU Friedberg angesetzt und Insektenhotels in eigener Regie gebaut. „Mitgewirkt haben dabei auch die Kinder unserer Kindergruppe,“ erläutert Ruth Müller, Vorstandssprecherin des NABU Friedberg.

 

 Am vergangenen Wochenende haben Jugendliche von der NAJU Wetterau die Insektenhotels nun befüllt. Holzblöcke aus alten Ästen von Obstbäumen und Schilf wurden zurechtgeschnitten, Löcher in die Blöcke gebohrt und dann in die Insektenhotels eingesetzt. Lebhaft und mit viel Spaß waren die Jugendlichen dabei. Als Lohn erhielten sie ein Quartier für die Insekten, das demnächst im NABU-Garten an der Usa bei Friedberg aufgehängt wird. Die anderen Quartiere werden dann rechtzeitig vor der Insektensaison vom NABU Friedberg aufgehängt oder können auch auf den anstehenden Weihnachtsmärkten erworben werden. „Selbstverständlich können wir mit diesen Insektenhotels nur in ganz kleinem Rahmen einzelne Insektenarten wie z.B. Wildbienen unterstützen“, so Ruth Müller. „Für uns ergänzt diese Aktion unsere anderen Bemühungen um den Erhalt unserer Streuobstwiesen oder die Anlage von Blumenwiesen.“

20./21. Oktober - Apfelfest auf der Kinderfarm Jimbala

Zunächst steht das Sammeln der Äpfel an, dann können die Äpfel verarbeitet und schließlich der leckere Saft gekostet werden. Und das tolle dabei - selbst die kleinsten können mithelfen.

Die Aktiven von der Kinderfarm Jimbala und dem NABU Friedberg hatten für ein gelungenes Apfelfest alles vorbereitet. Petrus sorgte schließlich noch für herrliches Spätsommerwetter. Und pünktlich zum Start um 14 Uhr kamen dann viele kleine und große Besucher, die sich auf dem weitläufigen Gelände verteilten. Einige Kinder nutzten die unterschiedlichen Spielmöglichkeiten.

 

Andere Besucher versorgten sich als erstes mit leckerem, von Elisabeth Reuter und ihren Helfern selbst gebackenem Kuchen. Passend zum Apfelfest gab es natürlich Apfelkuchen aus naturreinem Anbau. Später stand dann an der Kaffee- und Kuchentheke auch bester Honig von Bienen aus dem NABU-Garten an der Usa. Familie Heitmann, die die Bienen betreut, hatte sich etwas einfallen lassen und ein besonderes Etikett für die Kinderfarm Jimbala entwickelt. Kaffee, Kuchen und der Honig wurde gegen eine Spende für Jimbala abgegeben.

 

 In der Zwischenzeit war auch die vom NABU Friedberg mitgebrachte Kelter einsatzbereit und der erste „Süße“ floss. Verarbeitet wurden unter Regie von Harald Bernd und Karl-Heinz Schäfer, beide vom NABU, Äpfel vom Dorheimer Wingert. Zusätzlich gab es auch weitere Apfelspenden, für die sich die Verantwortlichen im Nachhinein noch einmal ganz herzlich bedanken. Da die Nachfrage nach dem Süßen sehr groß war wurde noch der Restbestand an Äpfeln aus dem NABU-Garten geplündert. Insgesamt wurden unter tatkräftiger Hilfe vieler Kinder und Erwachsenen mehr als 200 kg Äpfel zu Saft verarbeitet. Wer den Süßen einfach mal probieren wollte, konnte das gerne kostenlos tun. Viele kamen auch mit Flaschen oder kleinen Kanistern, um gegen ein geringes Entgelt den leckeren Most zu Hause zu versuchen. Und am Ende des Tages blieb kein Tropfen des frischen Apfelmosts übrig. Das gemeinsam von Jimbala und dem NABU Friedberg durchgeführte Apfelfest war auf jeden Fall für alle ein voller Erfolg und ein tolles Erlebnis. So äußerten etliche Besucher den Wunsch, dass dieses Fest auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden solle.  Vertreter beider Vereine äußerten spontan ihre Bereitschaft dazu.

19. Oktober - Droht "das Ende der Natur“? Angeregte Diskussion nach Buchvorstellung

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger kamen zum Vortrag mit der Autorin und Journalistin Susanne Dohrn in den Wilhelm-Jost-Saal Bad Nauheim, die Auszüge aus ihrem aufrüttelnden Buch „Das Ende der Natur“ vortrug und Bilder von ihren umfangreichen Recherchearbeiten zeigte. Eingeladen hatte ein Bündnis von Umwelt- und Naturschutzgruppen, zusammengefasst im Forum für Umwelt- und Naturschutz Bad Nauheim/Friedberg, FUN: BI Waldpark Skiwiese, BUND Bad Nauheim/Friedberg, Bürgerstiftung ein Herz für Bad Nauheim, Gemeinwohl-Ökonomie Gruppe Wetterau, Kinderfarm Jimbala, NABU Bad Nauheim, NABU Friedberg. 

Prägnant konnte Frau Dohrn die Knackpunkte der Naturzerstörung aufzeigen, aber auch Projekte benennen, die dem entgegen zu wirken versuchen. Dass Deutsche vorbildliche Naturschützer seien und die Natur in Deutschland noch in Ordnung sei - mit dieser Schönfärberei räumte Frau Dohrn schnell auf und benannte zahllose Wiesen- und Ackerpflanzen, Insekten und Vögel, die bis vor wenigen Jahrzehnten ganz selbstverständlich zu unserer Landschaft gehörten und heute gefährdet oder verschwunden seien. Je mehr aus Bauern intensiv produzierende Landwirte wurden, desto stärker verödeten artenreiche Wiesen und Weiden zu Intensivgrünland und vielfältige Ackerlandschaften zu industriell bewirtschafteten Monokulturen.

Nach dem Vortrag gab es viele Impulse und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum, wobei neben der Landwirtschaft die Gestaltung und Pflege der öffentlichen Grünflächen und Parks sowie der privaten Gärten Schwerpunkte bildeten. Visionen wurden genannt wie „Die Wetterau wird zur Vorzeigeregion für Natur- und Umweltschutz“ oder „Selbstverständlich nur noch Biolandwirtschaft und artenreiche Blumenwiesen“, aber auch „Baustopp zwischen Bad Nauheim und Friedberg“ und „Keine weitere Bodenversiegelung“ oder „Kein REWE-Logistikzentrum in Wölfersheim“ – aber auch konkrete Erfahrungen und Ideen, wie mit einfachen Mitteln die biologische Vielfalt vor der Haustür und auf dem Balkon gefördert werden kann.

Nach der Diskussion zeichneten sich vor allem zwei Ansätze ab, denen sich das Forum widmen könnte: Zum einen die politischen Parteien aufklären und in die Pflicht nehmen, sich dafür einzusetzen, dass die überholten Grünkonzepte der Städte dringend erneuert werden müssen. Dazu wären Entwicklungsleitlinien zu erarbeiten. Zum anderen in den Kitas und Schulen Bewusstsein für Natur und Naturerhalt zu schaffen. Die guten Ansätze, die in der Frauenwald- und Waldorf-Schule gemacht wurden, sollten auf andere Schulen in Bad Nauheim und Friedberg übertragen werden.

Die Rote Pumpe Nieder-Mörlen spendete Streuobst-Apfelsaft und -Apfelwein für den Abend, die Buchhandlung Rühs war mit einem Stand vertreten, um das Buch von Susanne Dohrn zu verkaufen.

Wer die Lesung mit Frau Dohrn verpasst hat, hat am 1. November 19.30 Uhr noch mal Gelegenheit, wenn die Umweltwerkstatt Wetterau zu „Das Ende der Natur" in die Stadthalle Friedberg einlädt.

Das Forum trifft sich wieder am Mittwoch, 21.11. von 20-22 Uhr im Alten Rathaus Bad Nauheim (Raum 3, 1. OG). Interessierte sind willkommen.

30. September - Herbstspaziergang des NABU Friedberg zum NSG Hechtgraben

Gerd Bauschmann zeigt den Teilnehmern eine Sumpfschrecke
Gerd Bauschmann zeigt den Teilnehmern eine Sumpfschrecke

Die Herbst-Wanderung des NABU Friedberg hatte das einzige Naturschutzgebiet in Friedberg, den Hechtgraben bei Dorheim, zum Ziel. Bei der Begrüßung der Gäste wiesen Ruth Müller vom NABU-Vorstand und Gerd Bauschmann, Referent bei der Wanderung, auf ein anderes mögliches Naturprojekt hin, den nicht mehr benötigten Trafoturm am Ortseingang von Dorheim. Dieser könnte mit relativ geringem Aufwand als Refugium für seltene und teilweise bedrohte Tierarten wie Fledermäuse, Schleiereulen, Mauersegler sowie Mehl- und Rauchschwalben ausgebaut werden. „Leider sind bei manchen Politikern und in Teilen der Verwaltung der Stadt Friedberg erhebliche Widerstände vorhanden, die das Projekt zum Scheitern verurteilen könnten“, bedauert Ruth Müller.

 

 Die Wanderung führte dann zur Wetter und dem alten Hechtgrabenwehr. Hier erläuterte Bauschmann das früher angewendete Konzept der Be- und Entwässerung der Wiesenflächen. Je nach Bedarf und Jahreszeit wurde das Wehr geöffnet oder geschlossen. Eine breite Nutzung als Weide und zur Mahd für die Winterfütterung wurde so ohne zusätzliche Düngung erreicht. Entlang der Wetter ging es dann an der Bauernheimer Straße auf die andere Wetterseite. Am Rand des Naturschutzgebietes Hechtgraben wurde das erst vor wenigen Jahren geschaffene neue Wehr erreicht. Wenige Schritte vor der Wandergruppe sprangen dann etliche Rehe aus dem Schilfdickicht. Doch nicht nur Rehe nutzen das Schilf als Rückzugsgebiet. Neben Teichrohrsängern konnten dieses Jahr sogar ein Rohrweihenpaar beoabachtet werden. Auch der Gesang eines Blaukehlchens war gelegentlich zu vernehmen. Im weiteren Verlauf machte Bauschmann dann auf an einem Baum angebrachte Nisthilfen für Zwergohreulen aufmerksam. Diese Tiere sind eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet, es gab allerdings einzelne Beobachtungen auch in Friedberg.

 

 Zuvor erreichte die Gruppe eine kleine kommunale Ausgleichsfläche, die jedoch wie die meisten dieser Flächen früher nicht gepflegt wurde. Erst seit sie verpachtet wurde, findet auch eine sachgerechte Pflege statt. Der extrem trockene Sommer hinterließ im Naturschutzgebiet erhebliche Spuren. So sind die eigentlich wasserführenden Gräben trocken gefallen. Auch etliche Pflanzen wie Prachtnelke haben in diesem jahr nicht geblüht. Mit großen Schritten ging es dann zur „NABU-Verpflegungsstation“. Hier warteten Kaffee, Kuchen und kalte Getränke als kleine Stärkung auf die Teilnehmer – für einige, die erstmals eine der Friedberger NABU-Veranstaltungen besuchten, eine große Überraschung.

22. September - Die Usa bei Friedberg mit Wolfgang Heisig

Wieder einmal geringes Interesse aus der Kernstadt

Bachforelle - eine vn 7 Fischarten, die in der Usa gefunden wurden
Bachforelle - eine vn 7 Fischarten, die in der Usa gefunden wurden

Ein weiteres Mal bot der NABU Friedberg mit einer Usa-Begehung eine neue Veranstaltung an. „Sehr froh waren wir, dass sich mit Wolfgang Heisig, Vorsitzender des ASV Friedberg und der Notgemeinschaft Usa, der Gewässerexperte aus Friedberg als Leiter zur Verfügung stellte,“ sagte NABU-Pressewart Axel Müller. Und die rund 20 Teilnehmer erfuhren erstaunliches über das kleine, unscheinbare Flüsschen.

 

 Wolfgang Heisig informierte zunächst über neue wissenschaftliche Projekte, die sich auch mit der unteren Usa beschäftigen. Das Gesamturteil für den Unterlauf der Usa ist danach nur mit „mäßig“ zu bezeichnen. Dabei werden nicht nur die Gewässergüte, sondern auch die Uferbereiche sowie der Flussverlauf einbezogen werden. Negativ machen sich z.B.  die nicht durch die Kläranlagen ausgefilterten Medikamentenreste sowie der begradigte Verlauf der Usa ab Bad Nauheim bemerkbar. Heisig: „Vor der Begradigung verlief das Flussbett in Mäandern über ein Kiesbett, selbst im Bereich des Parkplatzes Burgfeld, dem Kühlen Grund und sogar am Fuß der Burg.“ Die Begradigung wurde früher als Hochwasserschutz durchgeführt, ohne an die dadurch entstehenden Probleme an den Unterläufen anderer Flüsse zu denken. „Heute geben wir riesige Geldbeträge dafür aus, diese Sünden wieder zu beseitigen“, so Heisig.

 

 Für die meisten Teilnehmer der Veranstaltung folgte dann an der Gießener Straße der Höhepunkt. Heisig, der über entsprechende Berechtigungen verfügt, konnte mit einem Gerät zur Elektrobefischung innerhalb kurzer Zeit sieben verschiedene Fischarten, darunter Döbel, Bachforelle und Hasel nachweisen. Dabei darf das Gerät nur zur Kontrolle des Fischbesatzes eingesetzt werden, gefangene Fische müssen anschließend wieder in das Gewässer eingesetzt werden. Bei der Gelegenheit erläuterte er auch die laufenden Projekte zur Wiederbesiedlung der Usa mit Meerforellen und Bachperlmuscheln. Beide Projekte verlaufen sehr erfolgreich. Es konnten Laichgruben der Meerforellen nachgewiesen werden, die als Jungfische in der Usa ausgesetzt wurden, ins Meer abgewandert und als ausgewachsene Fische wieder zum Ablaichen zurückgekehrt sind. „Und das, obwohl auf dem Weg aus dem Atlantik, über Rhein, Main und Nidda viele kaum bezwingbare Wehre und viele Gefahren die Fische bedrohen,“ führte Heisig aus.

 

 Nach so vielen Informationen erwartete die Teilnehmer dann an den 24 Hallen noch eine kleine Stärkung, die von NABU-Vorstandsmitglied Ruth Müller gereicht wurde. Einigkeit bestand zwischen den beteiligten Vereinen, dass die Zusammenarbeit im Interesse der Natur fortgesetzt und noch forciert werden sollte. Ideen dazu bestehen auf beiden Seiten. Aus Sicht des NABU gibt es allerdings einen Wermutstropfen: Wie so oft bei Angeboten des NABU Friedberg sind mit wenigen Ausnahmen kaum Bürger und Offizielle aus der Kernstadt vertreten. Wir sagen einfach nur "Schade".

 

24. August - Mit Fledermaus Gaston auf Exkursion

Maxi Heuer (li) und Ruth Müller (re) mit Gaston, der Fledermaus, bei der dies-jährigen Fledermausexkursion von NABU Bad Nauheim und NABU Friedberg
Maxi Heuer (li) und Ruth Müller (re) mit Gaston, der Fledermaus, bei der dies-jährigen Fledermausexkursion von NABU Bad Nauheim und NABU Friedberg

Bange Blicke bei Tag in den Himmel, doch Petrus war dieses Jahr gnädig - es blieb trocken und die Temperatur war auch angenehm. Daher beste Voraussetzungen für eine gelungene Fledermausexkursion. Und die Organisatoren von NABU Bad Nauheim und NABU Friedberg erlebten eine große Überraschung. Es fanden sich mehr als 100 Besucher ein, darunter mindestens ein Drittel Kinder. Eine so große Zahl an Teilnehmern gab es in den letzten Jahren nie. Im Namen der beiden NABU-Gruppen begrüßte Ruth Müller, NABU Friedberg, die Teilnehmer und stellte das Maskottchen Gaston, die Fledermauspuppe, vor. Gaston bekam sofort Gesellschaft, denn einige Kinder hatten ebenfalls Handpuppen mitgebracht. Maxi Heuer, Leiterin der Kindergruppen beider Vereine, übernahm dann gemeinsam mit Ruth Müller die Führung.

 Maxi Heuer vermittelte bei einem Stopp viel Wissenswertes zum Leben dieser Tiere. Das Frage- und Antwortspiel ermöglichte den Kindern ihr erstaunliches Wissen zu diesen faszinierenden Säugetieren einzubringen. Tiere, deren Vorfahren in fast unveränderter Form schon zu Zeiten der Saurier gelebt haben, die ihre Nahrung mit Hilfe eines Echolots jagen, in einer Nacht bis zu 4.000 Mücken vertilgen und deren kleinste Art in einer Streichholzschachtel Platz findet – einfach ein Wunder der Natur. Leider sind die Lebensräume dieser Flugkünstler bedroht. Dachböden und Kirchtürme, heute zumeist versiegelt, sowie Scheunen und alter Baumbestand mit Höhlen, die verschwinden – alles das trägt dazu bei, dass diese Tiere bedroht sind. Und in Zeiten des Insektensterbens wird auch ihre Nahrung knapp.

 Bevor es dann dunkel wurde gab es noch einige Spiele. So sollten die Kinder zunächst nur mit dem Munde und dann unter Zuhilfenahme der Hände in die Luft geworfene Gummibärchen ergattern. Wirklich erfolgreich waren die Kinder erst, als sie mit dem Pullover nachhalfen – also die Strategie der Fledermäuse, ihre Flughäute einzusetzen, übernahmen.

 Schließlich wurden die Fledermausdetektoren und Taschenlampen ausgepackt. Nach wenigen Schritten ließen sich die ersten Fledermäuse sehen.  An den Waldteichen wurden dann viele Fledertiere mit den Taschenlampen und den Detektoren gesehen und geortet. Das Jagdfieber packte schließlich alle – ob klein, ob groß. Übrigens stießen an den Waldteichen auch noch einige Bewohner des Parkstift Aeskulap zur Gruppe hinzu, die auch viel Freude an der Beobachtung der Flugkünstler hatten. Die Exkursion endete hier und die Besucher verabschiedeten sich mit der Gewissheit, einen ganz besonderen Abend mit Gaston und seinen Verwandten erlebt zu haben.

 

23. August - Umweltministerin besucht den Wingert

Von rechts nach links: Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Ruth Müller (NABU Friedberg) Dr. Klaus Rack (Ortsvorsteher), Ernst Ruppel (Imkerberater)
Von rechts nach links: Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Ruth Müller (NABU Friedberg) Dr. Klaus Rack (Ortsvorsteher), Ernst Ruppel (Imkerberater)

Am 23. August begrüßten der Dorheimer Ortsvorsteher Dr. Klaus Rack, Ernst Ruppel vom Imkererein Friedberg und Umgebung sowie Ruth Müller vom NABU Friedberg die Bundesumweltministerin Svenja Schulze am Dorheimer Wingert. Neben Einblicken in das Leben der Bienen im Bienenstock wurde auch ausführlich der Dorheimer Wingert als eines der wenigen natürlich gewachsenen Streuobstwiesen dargestellt.

Ruth Müller, Vorstandssprecherin des NABU Friedberg, berichtete über die Arbeit des NABU in der Streuobstwiese sowie über die Verarbeitung der Früchte -Fruchtaufstriche, Apfelsaft und-wein, Liköre und Sirups. Leider gab es nicht nur positives, sonder auch negative Ereignisse. Hinterlassenschaften wie Einweggrills, Müll oder weggeworfene Pfandflaschen aber auch Obstdiebstahl sind wie überall zu beklagen. Bei der Gelegenheit wurde auch die lokale Apfelsorte, die in diesem Teil des Wingerts noch mit 2 Bäumen vertreten ist, vorgestellt. Weitere Bilder finden Sie hier.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

12. August - Jubiläumsfest des Pappelhofs

Mit eigenem Stand war der NABU Friedberg auf dem Jubiläumsfest des Pappelhofs anwesend. Das Angebot umfasste neben Informationen auch ein Angebot unserer Produkte aus den Streuobstwiesen. Ob selbstgemachter Sirup, Fruchtaufstrichen wie Sauerkirsch-Schokolade oder Myrobalane-Apfelwein sowie Liköre, ein umfangreiches Angebot wurde wurde geboten.

Ergänzend wurden auch Nisthilfen für Vögel und Wildbienen oder Hummeln präsentiert. Und das Echo war gut. Erfreut waren die NABU-Vertreter auch über die vielen Gespräche und Fragen von an der Natur interessierten. Mehr Bilder in der Bildergalerie!

12. August - Auswilderung junger Fasane

Ausgewilderter junger Fasan - Foto Helge Schäfer
Ausgewilderter junger Fasan - Foto Helge Schäfer

Auch das wieder eine gemeinsame Aktion von Jagdpächterin, Vogelschutzwarte und NABU. Im Beisein von Kindern der Kindergruppe des NABU Friedberg erfolgte die Auswilderung junger Fasane am Dorheimer Wingert.

Für die Kinder ein besonderes Erlebnis, denn sie besuchten die Fasanenküken bereits kurz nach dem Schlüpfen im Mai. Katrin Schäfer, die Dorheimer Jagdpächterin, hatte die Fasaneneier erworben und ließ sie von einer Henne in eine ausbrüten und aufziehen. Anfang Juli wurden die Fasane dann von Gerd Bauschmann von der Vogelschutzwarte beringt. Und nun im August war es soweit und die jungen Fasane, wurden ausgewildert. Natur als Erlebnis, das ist es, was der NABU und Katrin Schäfer den Kindern bieten wollen.
Im Pressecenter finden Interessierte auch einen Pressebericht der WZ und in der Bildergalerie einige weitere Bilder.

29. Juli - Spielefest auf der Kaiserstraße

Ende Juli stand dann das Spielefest der Stadt Friedberg auf der Kaiserstraße an. Der NABU Friedberg war hier ebenfalls mit einem Stand und Siel. und Bastelangeboten vertreten. Maxi Heuer, Leiterin der Kindergruppe des NABU Friedberg, bastelte mit Kindern und Jugendlichen Geldbörsen aus Tetrapacks sowie Samenbomben zum Ausbringen auf Grabland. Außerdem konnten Riesenseifenblasen gemacht werden.

Erfreulich - an dem Spielefest konnten auch Jugendliche des NAJU Wetterau zur Unterstützung begrüßt werden. Mehr Bilder in der Bildergalerie!

Mai - August - Verschiedene Arbeitseinsätze

Umfangreiche Arbeiten haben die Aktiven um Harald Bernd, Karl-Heinz Schäfer und Wolfgang Schenk in den Monaten Mai bis August 2018 geleistet. Da war zunächst die Fertigstellung des Hüttenabrisses sowie der Abtransport der angefallenen Hüttenteile zu nennen. Ebenso wurden umfangreiche Mäharbeiten auf den Grundstücken am Wingert sowie auf der 2017 angelegten Blumenwiese an der DIebsschleiche durchgeführt. Die angefallen Grasabschnitte wurden entweder abgefahren - wenn das Mähgut aufgrund der Trockenheit nicht als Viehfutter geeignet war - oder eben an Viehhalter geliefert.

Intensiv wurde auch an Planungen zu einem möglichen Neubau einer Gartenhütte gearbeitet - egal, ob mit oder ohne Beteiligung des Imkervereins Friedberg und Umgebung.

6. Mai - Vogelstimmenwanderung in Dorheim

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich vor kurzem 16 Vogelfreunde ein, um an der Vogelstimmenwanderung des NABU Friedberg teilzunehmen. Auch wenn im Laufe des Morgens eine Reihe toller Beobachtungen möglich waren, zeigte sich, dass im Vergleich zu früheren Jahren die Artenvielfalt verloren geht. So fanden sich innerorts z.B. kaum noch Mehlschwalben. Auf den Feldern, früher die Heimat u.a. von Feldlerche und Rebhuhn, sind diese heute nahezu völlig verschwunden. Natürlich spielt der weit verbreitete Einsatz von Pestiziden in Gärten und Landwirtschaft hierbei wichtige Rollen. Vögel benötigen Nahrung und diese ist für sie in einer ausgeräumten Kulturlandschaft und Ziergärten ohne Blüten und Früchten sowie vollgestopft mit nicht heimischen, immergrünen Sträuchern nicht zu finden. Und wenn in der Folge die Zahl der Insekten dramatisch einbricht, so wirkt sich das – mit zeitlicher Verzögerung – auch auf die Vogelwelt aus. Höchste Zeit, dass wir Menschen uns der Verantwortung stellen und hoffentlich noch rechtzeitig gegensteuern. Das Anlegen „wilder Ecken“ in Gärten und Landschaft statt „aufgeräumtem Einheitsgrün“ könnte ein erster Ansatz zur Hilfe sein.

 

Besondere Momente bei der Wanderung waren die Rufe etlicher Nachtigallen, mehrerer Kuckucke sowie der Grasmücken. Von den vier hier lebenden Grasmückenarten hörten und sahen die Teilnehmer die Dorn-, die Mönchs- und die Gartengrasmücken. Zur großen Freude der Teilnehmer ließen sich im Verlauf der kleinen Tour entlang der Wetter, zum Sauerbrunnen und über den Dorheimer Wingert auch mehrere männliche Gartenrotschwänze in ihrem schönen Federkleid sehen. Kurz vor dem Ende der Wanderung beobachteten die Vogelfreunde noch eine Goldammer, ein schönes Fotomotiv zum Abschluss. Wie bei etlichen anderen Vogelarten, gilt auch hier – früher häufig anzutreffen, heute ein seltener Anblick. „Insgesamt konnten wir an diesem Morgen 32 Vogelarten bestimmen“, fasste Henning Stahl zusammen. „Für die Wanderstrecke durchaus ein zufriedenstellendes Ergebnis, auch wenn bei etlichen Arten nur wenige Exemplare bestimmt werden konnten.“ Zum Ausklang der Vogel-stimmenwanderung fand sich dann eine kleine Gesellschaft beim gemeinsamen Frühstück ein. Das Erlebte und Gesehene wurde dabei vertieft.

29. April - Frühjahrsspaziergang zum Hechtgraben

Am Sonntag führte dann Gerd Bauschmann, NABU-Mitglied und Schutzgebietsbetreuer, die Wandergruppe zunächst entlang des Kuhweidwegs in Richtung Hechtgraben. Ein erster Halt erfolgte in Höhe eines Storchennestes. Bauschmann hatte ein Spektiv aufgebaut durch das die Teilnehmer tolle Einblicke in das Geschehen am und im Nest hatten. „Neben diesem Storchenpaar brüten zwischen Dorheim und Ossenheim noch zwei weitere Paare, Friedberg ist also wieder zum Storchenland geworden,“ führte Bauschmann aus. Am Hechtgraben angelangt, gab es ausführliche Informationen zu den Wiesenflächen: verschiedene sich überlagernde Schutzgebiete und die unterschiedlichen Vegetationsbereiche von den Pfeifengraswiesen bis hin zu den Schilfbereichen. Länger hielt sich die Gruppe an den Wasserflächen auf. Unüberhörbar waren die besonders lauten Rufe der Wasserfrösche. Die Besucher konnten auch eine Vielzahl von Rehen beobachten. Ein seltenes Erlebnis war auch der vorbeifliegende Schwarzmilan. Durch die Feldflur ging es dann zurück zur Verpflegungsstation mit Kaffee, Kuchen und Apfelsaft vom Dorheimer Wingert.

28. April - Amphibienwanderung am Winterstein

Ziel der von Klaus Heinold, NABU Friedberg geleiteten Amphibien-Wanderung war ein Plateau am Winterstein mit herrlichen Ausblicken. An einer Station des Amphibien-Lehrpfads konnte einer der vielen Tümpel von einem Beobachtungssteg gut eingesehen werden. Neben Berg- und Kammmolchen gibt es hier Grasfrösche und Erdkröten. Gerade an den Tümpeln sollte sich der Besucher etwas Zeit nehmen. Sie sind voller Leben – Insekten, viele Kaulquappen sowie große Mengen Froschlaich schwimmen oder treiben darin. Immer wieder sind auch Spuren vom heimischen Wild zu sehen. „Neben Spuren vom Schwarzwild finden sich am Rand mancher Tümpel auch Spuren vom Rotwild“, erläuterte Heinold. Aber auch die Vogelwelt hatte einiges zu bieten. So waren u.a. die Gesänge eines Baumpiepers sowie einer Goldammer zu hören und ein Schwarzspecht war zu sehen.

21. April - Rote Witwenblume im Tausch gegen Blumentöpfe

Der zweite Tauschmarkt des NABU Friedberg fand bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen statt. Zahlreiche Besucher brachten ein breites Angebot an Pflanzen und Zubehör für die Tauschbörse mit. Und es wurde auch fleißig getauscht. Andere interessierten sich mehr für Kaffee und Kuchen sowie ein schattiges Plätzchen. Und wieder andere nutzten die Gelegenheit, sich zusätzlich den Streuobst-Erlebnispfad am Wingert mit den fast in voller Blüte stehenden hochstämmigen Obstbäumen anzusehen. Das Echo war nahezu einhellig – tolle Idee, herrliche Umgebung und wann gibt es die nächste Tauschbörse.

Die Idee eines Pflanzentauschmarktes brachten die NABU-Mitglieder Annika und Alex Williamson im letzten Jahr ein. Sie hatten bei ihrem Aufenthalt in den USA solche Aktivitäten kennen und schätzen gelernt. Mit den geschätzten mehr als 50 Besuchern kann auch der zweite Tauschmarkt des NABU Friedberg als voller Erfolg gewertet werden. Das Angebot reichte von Blumensamen über kleine Gemüsepflänzchen bis hin zu Zimmerpflanzen und umfasste auch „Zubehör“ wie Blumentöpfe. „Das Angebot traf anscheinend ins Schwarze, denn es blieb kaum etwas übrig“, sagte Ruth Müller vom NABU Friedberg. Einer der Renner waren die – leider nur wenigen – Pflänzchen der Roten Witwenblume, die ihre Blütenpracht von Juli bis Oktober entfaltet. Da sie viel Nektar liefert, fliegen Schmetterlinge, Hummeln und Bienen im wahrsten Sinne des Wortes auf sie.

Gerne angenommen wurden auch Kaffee und Kuchen. An den aufgestellten Tischen und Bänken wurden in wechselnden Runden Erfahrungen ausgetauscht. Dabei ging es nicht nur um Pflanzen. Auch Themen wie Erhalt der Artenvielfalt, der Reiz der Streuobstwiesen sowie der Erlebnispfad mit Informationstafeln und Sitzbänken wurden angesprochen. Besonderes Interesse etlicher Besucher zog auch die neue Trockenmauer auf sich, die einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten soll. Sehr erfreut zeigten sich die Organisatoren, dass nicht nur Besucher aus der unmittelbaren Umgebung die Tauschbörse im NABU Erlebnispunkt Dorheim aufgesucht haben. „Mit Besuchern aus Frankfurt hatten wir nicht gerechnet, aber dank des Veranstaltungshinweises im Hessen Tipp des hessischen Fernsehens wurde unsere Tauschbörse überregional beworben“, zeigte sich Ruth Müller erfreut. „Wir denken angesichts des Erfolges darüber nach, im Spätsommer eine weitere Tauschbörse zu veranstalten.“

Weitere Bilder

April 2018 - Verschiedene Arbeitseinsätze

Ossenheim

Nach dem Schnitt der Obstbäume auf der Sauweide in Ossenheim haben unsere Beate Alberternst und Stefan Nawrath einen Totholzstapel als Maßnahme gegen das Insektensterben angelegt. Zusätzlich wurde ein Insektenhotel angebracht.

 

(Foto: NABU Stefan Nawrath)

Aufstellen weiterer Sitzbänke am Wingert

Nun sind auch die beiden Bänke am Streuobst-Erlebnispfad aufgebaut. Sie wurden, wie mehrere Informationstafeln und die Trockenmauer, aus dem letztjährigen Gewinn in der Umweltlotterie GENAU bezahlt.Helfer waren Wolfgang Schenk, Christian Zöll, Karl-Heinz Schäfer und Stefan Nawrath sowie zwei fleißige Jungs der Kindergruppe.

Und das Schöne daran - bereits mittags nutzten die ersten Besucher am Rundweg die neuen Bänke!

 

Streuobst-Erlebnispunkt

Am Streuobst-Erlebnispunkt am Dorheimer Wingert wurde ein ca 1 - 1,5 m langer Erdabstich angelegt. Ziel ist es, für einige Wildbienenarten, die offene Erdhänge benötigen, Brutmöglichkeiten zu schaffen. 

22.März - Karl-Wagner-Haus übergibt bestellte Nistkästen an den NABU Friedberg

Es war kurz vor Weihnachten auf dem Weihnachtsmarkt an der Stadtkirche als Mitglieder des NABU Friedberg sich immer auf der Suche nach neuen Ideen Angebote anderer Stände ansahen. Und bei dem des Karl-Wagner-Hauses fielen die schönen Holzarbeiten auf, die dort aufgebaut waren. Grund genug einmal nachzufragen, ob dort nicht auch einfache Holznistkästen für unsere gefiederten Freunde hergestellt werden können. So kamen schließlich NABU Friedberg und Karl-Wagner-Haus zusammen.

Und nun war es so weit – in der Werkstatt unter Anleitung vom Werkstattleiter Zschernitz waren die bestellten 30 Bausätze für Nistkästen fertiggestellt. Ruth Müller vom NABU Friedberg konnte diese kürzlich in Empfang nehmen. „Die Nistkästen kommen für uns genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach der Teilnahme an Weihnachtsmärkten im Stadtgebiet war unser Lager geräumt und wir mussten Nachfragende schon vertrösten,“ sagte Müller. Mit der Auftragserteilung an die Werkstatt des Karl-Wagner-Hauses setzt der NABU Friedberg auch eine Tradition fort. „Unsere Hauptaufgabe ist natürlich der Schutz der Natur. Wir wollen aber auch ganz bewusst soziale Einrichtungen im Rahmen unseres bescheidenen Budgets mit Aufträgen bedenken,“ äußert sie weiter. Das Karl-Wagner-Haus ist neben der Diakonie-Werkstatt Wetterau und dem RDW Regionale Dienstleistungen Wetterau die dritte soziale Einrichtung, die vom NABU Friedberg mit Aufträgen bedacht wurde.

Die Bausätze der Nistkästen beinhalten Dachpappe sowie Schrauben und Aufhängung. Wer noch Nistkästen benötigt kann diese beim NABU Friedberg erwerben – E-Mail info@NABU-Friedberg.de, Tel. 06031-5860. „Die Nistkästen werden am besten mit dem Flugloch in Richtung Südosten und in mindestens 2 m Höhe aufgehängt“, berichtet Ruth Müller. Übrigens – ein Auftrag zum Bau von Fledermauskästen an das Karl-Wagner-Haus ist bereits erteilt, denn auch für diese sind die Bestände des NABU Friedberg aufgebraucht.

Februar - März 2018 - Gespräche mit den Kandidaten für das Wetterauer Landratsamt

Am Bienen-Lehrstand: Ernst Ruppel (li), Harald Bernd (3.v.li), Jan Weckler (2.v.re)
Am Bienen-Lehrstand: Ernst Ruppel (li), Harald Bernd (3.v.li), Jan Weckler (2.v.re)

Im letzten Jahr erhielt der NABU Friedberg Zugriff auf ein rund 1.500m² großes Grundstück am Dorheimer Wingert. Nach dem Willen des Vorstands soll hier zusammen mit dem Imkerverein Friedberg und Umgebung ein Streuobst-Erlebnispunkt mit Lehrbienenstand entstehen. Dazu wird auch eine größere Hütte, in der Schulungsveranstaltungen der Imker sowie Naturbildungsmaßnahmen des NABU Friedberg stattfinden können.
Zur Information und mit der Bitte um Unterstützung haben die beiden Vorsitzenden der Vereine, Ruth Müller und Ernst Ruppel, die Landratskandidaten mit der Bitte um idelle Unterstützung angeschrieben.
Keine Antwort erhielten die Vereine von Herrn Libertus. Gemeldet haben sich dagegen Frau Becker-Bösch sowie die Herren Zebunke und Weckler, die sich auch zu Begehungen des Areals sowie eines Teil des Streuobst-Erlebnispfads und des Lehrbienenstands am Wingert einfanden. Alle drei lobten die Aktivitäten der beiden Vereine, insbesondere die Zusammenarbeit von Vereinen mit unterschiedlichen Aufgabengebieten. Jan Weckler: "Die Einrichtung eines Streuobst-Erlebnispunkts mit Lehrbienenstand unterstütze ich ausdrücklich. Sicher wäre dieses Projekt ein weiterer wichtiger Baustein, um Natur- und Kulturlandschaft im Wetteraukreis erlebbar zu machen."

Beide Vereine werden nun gemeinsam die Planung der Maßnahme beginnen, die dann  hoffentlich auch zu einem guten Ende gebracht werden kann.

 

13. März - Jahreshauptversammlung

C.Zöll, H.Bernd, W,Schenk, K.Heinold, R.Müller, K-H.Schäfer, Dr.S.Nawrath, A.Müller (von li). Es fehlt M.Heuer.
C.Zöll, H.Bernd, W,Schenk, K.Heinold, R.Müller, K-H.Schäfer, Dr.S.Nawrath, A.Müller (von li). Es fehlt M.Heuer.

Hauptthemen auf der Jahreshauptversammlung waren die Änderungen in der Vereinssatzung sowie die turnusmäßige Neuwahl des Vereinsvorstands. Doch bevor diese Tagesordnungspunkte zur Abstimmung standen, bat Ruth Müller, Vorsitzende des Vereins, den verstorbenen Vereinsmitgliedern zu gedenken. Darunter waren 2017 auch die Ehrenmitglieder Heinrich Schutt und Alfred Hofmann. Im folgenden Tätigkeitsbericht, der auf der Internetseite unter www.NABU-Friedberg.de eingesehen werden kann, zeigte Ruth Müller die vielfältigen Aktivitäten der Aktiven auf.

Ohne Diskussionen wurden die Anpassungen in der Satzung genehmigt. Auch die Wahl des neuen Vorstands ging rasch über die Bühne. Die neu gewählten Vorstandsmitglieder sind Harald Bernd, Klaus Heinold, Ruth Müller und Christian Zöll. Als Beisitzer fungieren zukünftig Maximiliane Heuer, Axel Müller, Stefan Nawrath, Karl-Heinz Schäfer und Wolfgang Schenk. Beschäftigen wird den NABU Friedberg in der nächsten Zeit vor allem ein Grundstück am Dorheimer Wingert, das im Eigentum des NABU steht. Hier soll nach den Wünschen in einem gemeinsam mit dem Friedberger Imkerverein betriebenen Projekt ein Streuobst-Informationspunkt mit einem Imker-Ausbildungszentrum entstehen.

10. März - Steinkauzwanderung

Nach der Begrüßung durch Harald Bernd und Axel Müller vom NABU Friedberg startete die kurze Wanderung. Wolfgang Köhler, der sich erneut für die Führung zur Verfügung gestellt hatte, informierte die 14 Teilnehmer umfassend über das Leben der Steinkäuze. In der Antike noch Glücksbote, später dann bei uns als Todesvogel benannt, ist er heute in vielen Regionen stark bedroht. Köhler animierte die Steinkäuze mit der mitgebrachten Lockflöte zum Rufen. War es zunächst nur ein erster zaghafter Ruf aus größerer Distanz, so gab es in der Folge weitere Antworten aus anderen Richtungen. Schließlich konnten mindestens vier, vermutlich sogar fünf Exemplare geortet werden. In Höhe des Tierheims waren schließlich Kampfrufe zu hören – vermutlich kamen sich zwei männliche Exemplare zu nahe. Werden die 2-3 weiteren Steinkauzreviere vom Wingert noch hinzugerechnet, so liegen in dem Dreieck Dorheim, Schwalheim und Rödgen 6 bis 8 Reviere. Ein gutes Ergebnis, wenn man berücksichtigt, dass sie hohe Anforderungen an Quartier und Nahrung stellen. Auch die zunehmende Zahl ihrer Fressfeinde – vor allem die der Waschbären – dezimiert an manchen Stellen ihre Population deutlich. Zum Ende der Wanderung hatten Ruth und Steffi Müller wieder eine Verpflegungsstation aufgebaut. Heiße Getränke - Apfelsaft und Apfelwein - wurden gereicht, dazu gab es Laugengebäck. In lockerer Gesprächsrunde tauschten sich die Teilnehmer über verschiedenste Themen aus. Gestärkt und ausgestattet mit umfangreichem Wissen endete die Exkursion dann gegen 20 Uhr und die Teilnehmer begaben sich auf den Nachhauseweg.

 

17. Februar - Obstbaumschnittkurs

Auch dieses Jahr hat der NABU Friedberg wieder einen Obstbaumschnittkurs angeboten. Jürgen Faust stellte sich als Kursleiter erneut zur Verfügung. Das Echo war groß. 30 Teilehmer kamen bei kaltem Wetter und waren vom Verlauf des Kurses und dem Angebot an Speisen und Getränken, das die NABU-Aktiven Ruth und Steffi Müller auftischten, sehr angetan .

Nach der Begrüßung der Teilnehmer übernahm Jürgen Faust die Einführung in das Thema. Zunächst demonstrierte er an Beispielen den richtigen Schnitt von Bäumen. Zunächst eher zögerlich, dann aber sehr aktiv gingen die Teilnehmer unter Anleitung an die praktische Umsetzung. Zwischendurch wurde den angebotenen Stärkungen zugesprochen und dabei kam der Plausch unter den Teilnehmern so richtig in Gang.  Am Ende des gelungenen Kurses hatten Kursleiter und Teilnehmer mehrere Apfelbäume, eine Pflaume sowie eine Kirsche wieder in Form gebracht. Das Echo der Teilnehmer am Ende des Kurses war sehr positiv.

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Anfang Februar - Gewinn aus der Umwelt-lotterie ist vollständig investiert

Vor knapp einem Jahr gewann der NABU Friedberg für das Projekt Streuobst-Erlebnispfad am Wingert bei Dorheim in der Umweltlotterie GENAU 5.000€. Angeschafft wurden davon mehrere zusätzliche Informationstafeln und zwei Sitzbänke, die im Frühjahr aufgestellt werden.

Daneben wurde ein Auftrag zum Bau einer Trockenmauer erstellt, die z.B. Lebensraum für Zauneidechsen bietet. Diese ist nun fertiggestellt und befindet sich auf dem Grundstück, auf dem auch der Wildobstpfad angelegt wurde. Dieses dem NABU Friedberg gehörende Grundstück liegt am unteren Ende der Römerstraße, ganz in der Nähe des Sauerbrunnens bei Schwalheim.

Mit den genannten Maßnahmen ist der Gewinn aus der Umweltlotterie vollständig investiert. DIe Aufträge für die Anfertigung der Sitzbänke und den Bau der Trockenmauer hat der NABU Friedberg an soziale Einrichtungen wie die Diakonie-Werkstatt Wertterau (Sitzbänke) sowie den RDW Regionale Dienstleistungen Wetterau (Trockenmauer) vergeben.

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Presseberichte

14. Januar - Grenzgang in Ossenheim

Wie im Vorjahr vom Kultur- und Traditionsverein organisiert, gibt es auch dieses Jahr wieder einen Grenzgang in Ossenheim. Der NABU Friedberg lädt hierzu auch seine Mitglieder ein.

 

Der Weg führt dieses Mal vom Rastplatz am Ossenheimer Wäldchen in Richtung Bruchenbrücken und nach Ossenheim zurück. Unterwegs gibt es wieder einiges zu entdecken und zwei kurze Pausen.

 

Treffpunkt: Rastplatz am Ossenheimer Wäldchen, Assenheimer Str., FB-Ossenheim

Start: Sonntag, den 14.1.2018, 10 Uhr

Ende : ca. gegen 13 Uhr im Bürgerhaus Ossenheim

Januar 2018 - Vom Götterboten und einem geplanten Freizeitzentrum

Grenzwanderung in Dorheim

Es hat sich herumgesprochen, der NABU Friedberg bietet auf seinen geführten Wanderungen eine gelungene Mischung an Information, Unterhaltung und auch etwas fürs leibliche Wohl. So kamen am vergangenen Sonntag trotz des Regens der letzten Tage 40 Teilnehmer zur Grenzwanderung in Dorheim zusammen. Dr. Klaus-Dieter Rack, Ortsvorsteher und langjähriges NABU-Mitglied leitete die Wanderung und überraschte selbst häufige Teilnehmer mit einigen neuen Informationen aus der Vergangenheit.

Fast pünktlich startete die Gruppe vom Marktplatz in Richtung Brüder-Grimm-Schule. Hier war tatsächlich einmal ein großes Freizeitzentrum mit Schwimmbad, Tennisplatz und Leichtathletikanlagen geplant. Allerdings lag diese Planung noch vor dem Beginn des 2. Weltkriegs und mit Kriegsbeginn war dann auch nicht mehr die Rede davon. Die heutigen Friedberger Stadtpolitiker können also ganz entspannt bleiben, ihnen wurde nichts vorenthalten!

Am Bahnhof vorbei, an dem es kurz nach Eröffnung der Zugstrecke beinahe zu einem Zusammenstoß von Zug und PKW gegeben hätte. Zum Glück für damalige Landespolitiker, die in dem PKW saßen, kamen alle mit dem Schrecken davon. Bemerkenswert ist das über dem Eingang befindliche in das Mauerwerk eingelassene Relief des geflügelten Rads - Symbol dafür, dass Dorheim „dem Weltverkehr näher gerückt sei.“ Viel Aufmerksamkeit erzielte Rack mit seinen Ausführungen zur geplanten Ansiedlung des Recyclinghofs. Rack: „Gebaut werden soll er zwischen Umgehungsstraße und Sauerbrunnenwäldchen auf der vorhandenen, bereits versiegelten Fläche. Auf der rund 9.000m² großen Fläche können Zu- und Abfahrten sowie die vorübergehende Lagerung angelieferter Stoffe viel besser gehandhabt werden als am bisherigen Standort.“

An der Römerstraße informierte Ruth Müller vom Vorstand des NABU Friedberg über den Streuobst-Erlebnispfad am Dorheimer Wingert. Informationstafeln mit wechselnden Inhalten, Sitzbänke und ein Wildobstpfad sind bereits vorhanden. Durch den Gewinn in der Umweltlotterie GENAU kann auch der Bau einer ca. 12m langen Trockenmauer realisiert werden. Positiv wirkt sich hier die Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Friedberg sowie örtlichen Jagdpächtern aus. „Unterstützung finden wir auch bei örtlichen Landwirten, ob bei der Anlage von Wildäckern oder dem Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen“, so Ruth Müller. „Manche reden nur darüber, dass es wichtig im Sinne der Natur ist, an einem Strang zu ziehen. Wir haben hier schon einiges erreicht und sind stolz darauf.“

Bevor es zum gemütlichen Abschluss ging informierte Ernst Ruppel vom Imkerverein noch über die Arbeit des Imkers und das Leben der Bienen. Auch der Blick in einen Bienenstock war möglich und zeigte das Bienenleben im Winter. Kaffee, Tee, Weihnachtsplätzchen sowie heißer Apfelwein wurden zum Abschluss von Ruth und Steffi Müller angeboten und gerne angenommen. Die aufgestellte Spendendose, deren Inhalt dieses Mal in vollem Umfang den in diesem Winter besonders notleidenden Igeln zu Gute kommen soll, wurde gut gefüllt. Zusammen mit einer bereits vom NABU Friedberg geleisteten Spende von 100 EUR konnte so die Arbeit von Igelvater Luzius mit nahezu 200 EUR unterstützt werden.

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