Ausbau des Trafoturms in Dorheim für den Artenschutz

Ortsvorsteher Dr. Klaus Rack und Ruth Müller freuen sich über das neue Artenschutzprojekt in Friedberg
Ortsvorsteher Dr. Klaus Rack und Ruth Müller freuen sich über das neue Artenschutzprojekt in Friedberg

 Wie bereits an verschiedenen Standorten in der Wetterau ersetzte die OVAG den alten Trafoturm in Dorheim durch ein neues Trafohäuschen. Der alte, in Friedhofsnähe stehende Trafoturm wird daher nicht mehr benötigt. Damit schienen die Tage dieses das Ortsbild prägenden Bauwerks gezählt und ein Abriss stand zur Debatte. „Als wir vom geplanten Abriss hörten, nahmen wir mit der OVAG als ehemaliger Betreiberin des Turms und der Stadt Friedberg als Eigentümerin des Grundstücks Kontakt auf“, erläuterte Ruth Müller vom NABU Friedberg. „Unser Ziel war dabei von Anfang an, den Turm zu erhalten und mit unterschiedlichen Nistmöglichkeiten unter anderem für Eulen, Schwalben und Fledermäuse zu bestücken.“ Die früher in Häusern, Scheunen und Stallungen vorhandenen Nist- und Ruheplätze sind durch die moderne Bauweise mit gut isolierten Fassaden verloren gegangen. Und so bieten sich solche nicht mehr benötigte Bauwerke als Refugium für etliche bedrohte Tierarten an.    

 

  Anfang August war es dann soweit – der Turm wurde dem NABU überlassen und kann nun für Zwecke des Artenschutzes ausgebaut werden. Neben dem Innenausbau sollen aber auch an der Fassade Verschönerungsarbeiten erfolgen. „Bei allen Beteiligten von der OVAG und der Stadt Friedberg möchten wir uns bedanken,“ so Müller weiter. „Unser besonderer Dank gilt dem Dorheimer Ortsvorsteher Dr. Klaus Rack sowie Vertretern der Grünen, die sich im Vorfeld intensiv für das Projekt eingesetzt haben.“ Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist als Staatsziel in der Hessischen Verfassung verankert. Der NABU Friedberg setzt sich damit auch auf der lokalen Ebene für die Umsetzung dieses Zieles ein und erhofft sich eine breite Unterstützung aus der Bürgerschaft Friedbergs.

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Welches Insekt passt zu welcher Pflanze?

Insekten bestäuben unsere Pflanzen auf der Suche nach Nahrung. Blüten und Insekten haben sich deshalb im Laufe der Evolution aneinander angepasst. Manche Blüten können sogar nur von bestimmten Insektenarten bestäubt werden. Auf der Suche nach Nahrung hat jede bestäubende Insektenart ihre eigenen Vorlieben. Im Garten und auf dem Balkon sollten daher viele heimische Pflanzen vorhanden sein und eine große Vielfalt von Blütenformen und -farben. Von März bis Oktober sollte immer etwas blühen.
  Farbe und Geruch von Pflanzen locken Insekten aus der Ferne an. Einige Blüten leiten Bestäuber mit sogenannten Farbmale direkt zu ihrem Nektar oder Pollen. Manche dieser Muster sind für Menschen gar nicht sichtbar. Ob ein Insekt überhaupt an die Nahrung in der Blüte kommt, bestimmt aber ihre Form. Manche Bestäubergruppen werden durch eine spezielle Blütengestalt ausgeschlossen oder sogar ganz gezielt bedient. Die Länge und Form des Mundwerkzeugs des Insekts und die Größe und Form der Blüte spielen dafür eine wichtige Rolle.

Details siehe hier

Wo kommen all die toten Hummeln her?

Alljährlich im Hochsommer kommt es unter Linden zu Massensterben von Hummeln. Hier ist jedoch kein Gift im Spiel, die Hummeln verhungern schlichtweg. Wir erläutern die Mechanismen des Hummelsterbens und geben Tipps für hummelfreundliche Gärten.

Tote Hummeln - Foto: NABU/Peter Hildebrandt

Hier finden Sie Tipps um Hummeln zu helfen:

Tipp: Nektar- und pollenreiche Gartenpflanzen

Nistkästen selber bauen - Praktische Anleitungen für Meise, Kleiber und Co.

NABU-Anleitung zum Selbermachen

Seit den Anfängen des Vogelschutzes zählt das Bauen und Anbringen von Nistkästen zu den festen Bestandteilen aktiver Naturschutzarbeit vor Ort. Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen.
Mehr Informationen hier!