Warum Insekten gefährdet sind!

Weit mehr als die Hälfte aller Tierarten sind Insekten. Millionen an Arten bevölkern unsere Erde. Sie spielen eine unersetzliche Rolle für die Aufrechterhaltung ökologischer Zusammenhänge und menschliche Wohlergehen. Doch seit Jahrzehnten gehen Insektenarten und ihre Bestände massiv zurück.

Gründe für das Insektensterben

 

Für den massiven Rückgang sind eine Reihe an Umständen verantwortlich – je nach Lebensraum, Insektenart und Zeitverlauf treffen sie unterschiedlich stark zu. Generelle Aussagen sind daher nicht möglich. Dennoch gelten folgende Ursachen als die häufigsten:

  • Pestizideinsatz
  • Gründe für das Insektensterben
  • Nährstoffanreicherung der Pflanzenwelt durch diffuse Stickstoff- und Phosphateinträge
  • Einflüsse durch Klimaveränderungen

Mehr zum Thema

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Wie anziehend eine Schmetterlingsspirale im Garten wirkt, lässt sich am besten selbst herausfinden: Mit den richtigen Pflanzen ist sie ein wahrer Magnet für schillernde Besucher wie Tagpfauenauge, Malven-Dickkopffalter oder Faulbaum-Bläuling. Doch auch unser Auge erfreut sich an den botanischen Schönheiten wie Wilder Malve, Tauben-Skabiose oder Großer Sterndolde.
Die Bauanleitung finden Sie hier

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Ein schlechtes Zeugnis für die Agrarpolitik

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Silomaisernte – Foto: Helge May

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Die NABU-Protestaktion an die EU-Abgeordneten war erfolgreich: Das Europäische Parlament hat sich mit knapper Mehrheit für ein Pestizidverbot auf Ökologischen Vorrangflächen ausgesprochen. Die Wünsche der Bürger nach einer umfassenden Reform der EU-Agrarpolitik tragen also erste Früchte. mehr

Alarmierender Vogelschwund

Die Bestände typischer Vögel der offenen Felder und Wiesen haben in den letzten Jahrzehnten immer schneller abgenommen. Das bestätigte nun die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen. Die immer intensivere Landwirtschaft lässt selbst den früher fast überall anzutreffenden Art keinen Raum mehr zum Leben. Mehr Informationen hier.

NABU legt Position zu Windenergie und Naturschutz vor

Beim Ausbau der Windenergie kommt es zu Konflikten mit dem Naturschutz. Wie dieser im Einklang mit der Natur erfolgen kann, zeigt der NABU in einem Positionspapier. Mehr Informationen hier

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NABU Positionspapier zur naturverträglichen Nutzung der Windenergie
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Freie Bahn für Wildtiere  -  Deutschland braucht mehr „Grüne Infrastruktur“

Durch Wildunfälle sterben nicht nur hunderttausende Tiere jährlich, sondern sie sind auch für Autofahrer eine große Gefahr. Um die Zahl der Wildunfälle zu senken, muss die „Grüne Infrastruktur“, zum Beispiel durch den Bau von Grünbrücken, ausgebaut werden.

Am 22. März 2017 hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Berlin das „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ vorgestellt. Gemeinsam mit ADAC, DJV und WWF Deutschland begrüßt der NABU es als eine dringend notwendige Grundlage. Gleichzeitig kritisieren die Verbände aber die schleppende Umsetzung des 2012 beschlossenen Bundesprogramms Wiedervernetzung sowie eines bundesweiten Biotopverbunds. Grund dafür ist neben der unzureichenden Finanzierung auch der bestehende Mangel von bundesweiten Planungsgrundlagen und Umsetzungsstrategien. Ausführliche Informationen finden Sie hier.

 

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Gemeinsames Forderungspapier von ADAC, DJV, NABU und WWF
Verbände kritisieren die schleppende Umsetzung des 2012 beschlossenen Bundesprogramms Wiedervernetzung
170322-forderungspapier-nabu-adac-djv-ww
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Bis zu 2,8 Millionen Vögel sterben pro Jahr an Stromleitungen

Mehr als 60.000 Kilometer Hochspannungsleitungen durchziehen Deutschland. Nur ein Bruchteil davon liegt als Erdkabel unter der Erde. Freileitungen können zu tödlichen Kollisionen von Vögeln führen. Der NABU hat ermittelt, wie viele Tiere dadurch umkommen.

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Der NABU Hessen bittet darum,  Kranichbeobachtungen zu melden. Zur Online-Meldung

Bedeutung begrünter Streifen für die Natur

Landwirte erweitern immer mehr die eigene Ackerfläche bis unmittelbar an die Straßen- oder Wegebankette. Dabei wird sich sehr häufig fremdes Eigentum von Kommunen oder dem Land einverleibt. Bunte Wegraine mit Wildstauden findet man auch deshalb immer seltener.

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EU benennt invasive Tier- und Pflanzenarten, die bekämpft werden sollen

02. August 2016 – Dass es die Unionsliste gibt, ist ein großer Fortschritt für den Schutz der biologischen Vielfalt. Doch dass letztlich nur 37 Arten auf dieser Liste stehen, ist aus Sicht des NABU deutlich zu wenig. Viele kritische Arten hat die EU-Kommission bislang überhaupt noch nicht unter die Lupe genommen. So findet sich auf der Liste zwar der in Deutschland bereits weit verbreitete Waschbär, nicht aber der für die menschliche Gesundheit gefährliche Riesenbärenklau. Gleiches gilt für das insbesondere an Fließgewässern verstärkt auftretende Drüsige Springkraut und auch der Mink findet sich nicht auf der Liste. 

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Greifvögel - Konflikte beim Windkraftausbau verringern

Der NABU unterstützt aufgrund der Ergebnisse der nun vorgelegten Studie ausdrücklich den derzeit diskutierten Entwurf eines aktualisierten Fachpapiers der Länderarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten zu Empfehlungen für Mindestabstände zwischen Windkraftanlagen und Vogelvorkommen. Darin empfehlen die Experten einen Mindestabstand von 1500 m zwischen Horsten von Rotmilanen und neu zu errichtenden Windkraftanlagen.


Weitere Informationen und diese neue Studie finden Sie hier!

Rote Liste der Brutvögel - Seltene Arten gerettet, häufige Arten gefährdet

Verkehrte Welt: Während manche einst fast ausgestorbene Arten wie Kranich und Seeadler dank jahrzehntelangem Intensivschutz längst von der Roten Liste entlassen wurden, nehmen häufige Arten der „Normallandschaft“ wie Schwalben, Pieper, Schnäpper und Stare deutlich ab.

 

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Ausführliche Informationen finden Sie hier

 

Weniger Bienen, Fliegen, Schmetterlinge

Dramatischer Rückgang der Fluginsekten - was auf den ersten Blick für uns positiv aussieht, ist in Wahrheit eine ganz schlechte Nachricht. Denn wir steuern so auf eine "Bestäubungskrise" hin, denn weniger Insekten heißt auch, unsere Nahrungsproduktion ist davon betroffen. Aber auch viele Vogelarten, die Insekten jagen, leiden unter Nahrungsmangel. Weitere Informationen finden Sie hier!

Tagung NABU-Bundesfachausschuss Streuobst

Vom 17. bis 19. Juni 2016 trifft sich der im Jahr 1992 gegründete NABU-Bundesfachausschuss (BFA) Streuobst in Kellinghusen zu seinem 76. Treffen. Die Experten kommen dreimal jährlich in wechselnden Bundesländern zusammen. Sie bilden das einzige Gremium in Deutschland, das sich auf Bundes- und internationaler Ebene systematisch mit Fragen rund um den Streuobstbau beschäftigt. Streuobstwiesen sind die Lebensräume Mitteleuropas mit der höchsten Biologischen Vielfalt – unsere Hot spots der Biodiversität. Über 5.000 Tier- und Pflanzenarten und rund 3.000 Obstsorten sind allein in Deutschland nachgewiesen.

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